
Unterschiedliche Proteine (Eiweisse) sind aus unterschiedlichen Sequenzen der 20 Aminosäuren aufgebaut. Die Aminosäuren (AA) in Supplementen können einzeln, als zwei miteinander verbundene AA (Dipeptide) oder als drei miteinander verbundene AA (Tripeptide) vorkommen. Mehr als drei verbundene AA bezeichnet man als (Oligo) Peptide; besitzen sie zudem eine räumliche Struktur (und dadurch eine spezielle Funktionalität), spricht man von Proteinen.Sportler haben einen erhöhten Proteinbedarf, besonders in der Kraftaufbau- Phase.
Gründe für einen erhöhten Proteinbedarf
| • | Mehrbedarf für die Muskelneubildung (Aufbau-Training) | |
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| Erhöhter Bedarf für die Erhaltung der grösseren Muskelmasse (Abnutzungsquote) |
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| Erhöhter Verschleiss an Funktionsproteinen und anderen Stickstoffverbindungen |
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| Stimulierungseffekt auf die Proteinsynthese (Muskelsynthese) |
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| Pool an freien Aminosäuren dient im Körper als zusätzlicher Energiespeicher (-> Schutz vor Abbau von Körperprotein) |
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| Proteine unterstützen die Regeneration und stärken die Immunabwehr |
Proteinbedarf
Einer genügenden Proteinzufuhr ist bei Langzeitetappen genügend Rechnung zu tragen. Die Muskelbelastungen während Ausdauerprüfungen sind nicht zu unterschätzen und der Körper profitiert von einer regelmässigen Proteinzufuhr. Gerade Ausdauersportler, welche sich auf Langdistanzen spezialisiert haben, vernachlässigen ihre Proteinzufuhr auch in der Alltagsernährung oft sträflich. Noch erkennen viele Sportler die Bedeutung der Proteine nur ungenügend und der Fokus der Wettkampfernährung wird auf die Flüssigkeit und die Energie gelegt. Gezielt während dem Wettkampf eingesetzt, können die Proteine aber bereits frühzeitig Muskelbelastungen ausgleichen und eine unterstützende Rolle bei der anschliessenden Regeneration spielen.
Durchschnittlich aktive Personen sollten täglich ca. 0,8 g Protein/ kg Körpergewicht zu sich nehmen.
In der Trainingsphase, insbesondere in der Kraftaufbauphase, kann sich der Proteinbedarf auf bis zu 2,0 g Protein pro kg Körpergewicht erhöhen. Dies entspricht bei einer 60 kg schweren Sportlerin 120 g Protein/ Tag.
Der Proteinbedarf von AusdauersportlerInnen bei mehrtägigen Wettkämpfen beläuft sich auf ca. 1,5 g Protein pro kg Körpergewicht. Für eine 60 kg schwere Athletin beträgt der Bedarf somit ca. 90 g Protein.
Selbst der erhöhte Proteinbedarf lässt sich mit einer ausgewogenen Ernährung grundsätzlich decken. Wer aber unregelmässig isst (z.B. zum Erreichen bzw. Halten einer tiefen Körpermasse oder eines tiefen Körperfettanteils, beschränktes Nahrungsmittelangebot,), eine schlecht zusammengestellte vegetarische Ernährung durchführt oder über kein grosses Ernährungswissen verfügt, kann von einer Eiweisssupplementierung profitieren. Protein- und Amino-Supplemente im Training, wie auch im Wettkampf, unterstützen die Regeneration und stärken die Immunabwehr.
Formen der Proteinsupplemente
Intakte Proteine sind das Selbe wie Nahrungsproteine, es sind sogenannte Polypeptide, die aus sehr vielen unterschiedlichen, aneinander gereihten Aminosäuren bestehen. Der Verdauungsapparat muss diese Eiweisse in freie Aminosäuren, Dipeptide und Tripeptide spalten, um sie aufnehmen zu können. Die meisten Pulver und Mahlzeitersatz- Drinks enthalten Weizen-, Ei-, Molken- und Sojaproteine sowie Casein in verschiedenen Kombinationen.
Der Vorteil intakter Proteine ist, dass sich der menschliche Organismus über Millionen von Jahren an die Verdauung derselben angepasst hat. Der Körper reagiert daher in funktioneller und effizienter Weise auf ihre Zufuhr. In der Sporternährung empfiehlt man die Einnahme von intakten Proteinen als Basissupplemente zum Frühstück oder über den Tag verteilt.
Proteinhydrolisate werden durch das enzymatische Aufbrechen intakter Proteine in einzelne Aminosäuren, sowie in Di- und Tripeptide, gewonnen.
Der Vorteil von Proteinhydrolisaten ist ihre bereits „vorverdaute" Form. Somit spart sich der Körper die Arbeit (Energie und Zeit) zum Spalten der Peptide und kann die Aminosäuren leichter und schneller aufnehmen. Ihr Einsatz wird deshalb in der Regel direkt vor, während oder direkt nach dem Training empfohlen.
Freie Aminosäuren werden durch Fermentation von Proteinen mittels Bakterien hergestellt.
Vorteil von freien Aminosäuren ist, dass sie in einem gewünschten Verhältnis beliebig gemischt werden können und ebenfalls relativ rasch bioverfügbar (d.h., vom Körper aufgenommen werden können) sind.
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